<maligne>

 

...Frau Angelika Kampfer hat mit ihren Bildern von erkrankten Frauen den Versuch gewagt, uns zum genauen Hinschauen und Verweilen bei der Patientin zu ermuntern oder sogar zu zwingen. Durch ihr monatelanges Beobachten und ihre intensive Beschäftigung mit den betroffenen Frauen ist es ihr gelungen, ihnen zu begegnen, um sie dann zu fotografieren. Die Bilder sind entstanden ohne jeglichen Voyeurismus. Sie spiegeln die Aggressivität der Erkrankung, aber auch die Hoffnung und Zuversicht der Patientinnen wieder. Sie erzeugen Gefühle. Gefühle, die anfangs vielleicht unangenehm sind, sich aber zu empathischen Empfindungen verwandeln können und uns damit den Zugang zu den so verletzlichen Menschen öffnen können.

 

Auszug Katalogtext Prim. Univ. Prof. Dr. med. Jörg Keckstein