<begleiten>

Im Jahr 2000 arbeitete die Fotografin Angelika Kampfer auf Einladung von Prof. Dr. med. Jörg Keckstein an einer Fotodokumentation über die Gynäkologische und Geburtshilfliche Abteilung des LKH Villach. Während drei Monaten konnte sie sich vollkommen frei im gesamten Krankenhaus bewegen und es entstand eine umfangreiche Serie über Operationen, Geburt und Sterben, über Gespräche, Einsamkeit und angebotene Hilfe.

"Ich habe vollkommenes Neuland betreten. Noch nie war ich in einem Krankenhaus gelegen. Noch nie hatte ich eine Geburt erlebt und noch nie war ich am Bett einer Sterbenden gesessen. Erst bei der Dokumentation des Krankenhausalltags wurde mir bewusst, dass diese so prägenden Situationen im Leben eines Menschen heute großteils nicht mehr in der privaten häuslichen Sphäre stattfinden, sondern in den Bereich einer öffentlichen Institution verlegt sind.

Ich habe in vielen Krankenhäusern in der ganzen Welt fotografiert und stelle als Resümee an den Schluss, dass bei uns kaum jemandem bewusst ist, welchen Luxus wir in der medizinischen Versorgung genießen. Man nimmt alles als selbstverständlich hin und fordert immer noch mehr."

Angelika Kampfer


Text zur Ausstellung im CCV Villach 2004